Golden Week – Was wir gemacht haben

Erster Tag:
Den ersten Tag haben wir ruhig angehen lassen. Mit einer Radtour zum LaLaPort-Einkaufszentrum in Toyoso. Bei schönstem Wetter und angenehmen 26 Grad eine gute Möglichkeit, die Umgebung näher zu erkunden.

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LaLaPort Toyosu.

Zweiter Tag:
Ein Ruhetag, Lange schlafen, ausgiebig Frühstücken, die Seele baumeln lassen.

Dritter Tag:
Kultur steht auf dem Programm: Der Sankeien-Garten in Yokohama.
Der Sankeien-Garten liegt im Süden Yokoahama und wurde Anfang des 20.Jahrhunderts vom reichen Seidenhändler und Kunstmäzen Hara Tomitaro als privater Garten angelegt. Ein Teil des Gartens wurde dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, während der Innere Garten allein der Familie vorbehalten war. Als Besonderheit wurden historische Gebäude aus vielen Teilen Japans sowie etliche Teehäuser in diesem Garten aufgestellt.
(Für einen genaueren Bericht bitte hier klicken.)

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See und Pagode im Sankeien-Garten.

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Eingang zum Inneren Garten.

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Im Inneren Garten.

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Bambus-Wald.

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Dreistöckige Holzpagode

IMG_1002Vierter Tag:
Der heutige Tag kann unter dem Motto: „Jagen und Sammeln“ zusammengefasst werden.
Auch als gut ausgebildeter und in fester Anstellung befindlicher Akademiker ist es manchmal von Nöten, die Urinstinkte der neadertalischen Gene in mir zu reaktivieren.
Und so machte sich der Jäger mit seinem Stamm auf, die wilden Meereskreaturen mit der harten Schale aufzuspüren, zu jagen, zu sammeln und zu verspeisen.

Schon am frühen Morgen, also um 9:00Uhr machte sich unser internationaler 6-Erwachsene-3-Kinder- Stamm auf den Weg nach Funabashi in der Präfektur Chiba. Eine gute halbe Stunde östlich der Heimat-Höhle. Dort angekommen und die Bushaltestelle für die Weiterfahrt gefunden stellte sich alle in die gut 100 Meter lange Schlange der wartenden  anderen Stämme. Eine gute Stunde Wartezeit, sowie weitere 45 Minuten Busfahrt wurden prophezeit. Und trotz zusätzlicher Busse war die Wartezeit nicht übertrieben. Ziel der Reise war der Funabashi Sanbanze Seaside Park um dort am alljährlichen Muschelsammeln teilzunehmen.

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Warteschlange an der Bushaltestelle. Die Haltestelle ist etwa dort, wo der Lieferwagen auf der rechten Fahrbahnseite steht.

Angekommen im Park ging es gleich mit Schaufel und Muschelsammelharke auf ins Watt um die flinken kleinen Muscheln zu finden, zu jagen und zur Strecke zu bringen.

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Das Jagdgebiet.

Leider ist das gar nicht so einfach, wenn Heerscharen von Menschen in den letzten Tagen dort waren und so ziemlich alles abgeerntet hatten, was an Muscheln irgendwann mal da gewesen sein muss.

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Jede Menge Jäger und Sammler.

Nach anfänglicher Enttäuschung (die Neanderthaler-Gene waren wohl etwas eingerostet) belief sich die Ausbeute am Ende dann doch auf gut 700 Gramm, die zu 80 Yen pro 100g käuflich erworben wurden.

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Der Jäger und seine Beute. Abwarten! Es wird noch mehr….

Nach dem anstrengenden Sammeln (und Spielen) im Matsch und unter stetig aufklarendem Himmel gab es ein leckeres Picknick bevor es gen Heimat-Höhle ging.

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Die Ausbeute: 700 Gramm frischeste Muscheln.

Und da es frischer nicht geht, wurden die Muscheln gleich verköstigt.

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Frische Muscheln in Sake-Butter-Soße. Lecker!

Dieser Tag war eine weitere interessante Erfahrung in japanischer Kultur, die wir ohne unsere netten japanischen Nachbar nicht gemacht hätten.        

Fünfter Tag:
 Wieder ein Ruhetag. Man muss sich schließlich von den vielen Feiertagen erholen, damit man die zwei Arbeitstage bis zum nächsten Wochenende gut übersteht.
Und man muss auch ein wenig Zeit für diesen Blog erübrigen. 

Ich freue mich auf Kommentare!