Happy New Year!!

Ein neues Jahr, ein neuer Anfang, ein neuer Blog.

Nach einer langen Zeit des Nichtbloggens, will ich meine Eindrücke und Erfahrungen im Land der aufgehenden Sonne mit der geneigten Leserschaft teilen. Nicht zuletzt auch auf vielfachen Wunsch zweier Personen.

Silvester

Der Silvesterabend wurde traditionell philippinisch-deutsch-litauisch verbracht. Mit leckeren Spezialitäten aus Litauen, Lechon (kross gegrillter, in einem Sud aus Zwiebeln, Lauch und Lemongras eingelegter Schweinebauch) und Ananaskuchen von den Philippinen sowie „Der Silvesterpunsch“ und „Dinner for One“ aus Deutschland.

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Ananaskuchen

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Lechon

Wenn nach ausgiebigem Essen und Trinken Mitternacht näher rückt, der Countdown an gezählt wird und die Zeiger auf Zwölf Uhr rücken, passiert in Japan: Nichts! Kein Feuerwerk, keine Böller, keine Menschenseele auf der Straße.

Silvester in Japan ist also eher eine ruhige Zeit. Die Menschen strömen in Massen zu den Tempeln und Schreinen um den 108 Glockenschlägen um Mitternacht zu lauschen (japanisch: Joya no Kane (除夜の鐘)) und sich dann stundenlang in die Schlange der Wartenden einzureihen um zu beten.

Neujahr

Kurz vor ein Uhr japanischer Zeit mussten wir uns verabschieden, da es nun Zeit ist, mit der philippinischen Familie auf das neue Jahr anzustoßen. Zeitverschiebung ist schon was Feines.

Nach einer kurzen Nacht, es war erst kurz vor 6 Uhr morgens, sattelten wir unsere Stahlrösser und radelten zum Rinkai Park an die Bucht von Tokio, um einer japanischen Neujahrstradition beizuwohnen, dem Ganjitsu (元日, morgen des Neujahrstages) oder auch Gantan (元旦, erster Tag des Jahres). Traditionell beobachtet man den ersten Sonnenaufgang des Jahres.

Erster Sonnenaufgang des Jahres 2015

Erster Sonnenaufgang des Jahres 2015

Leider war es zu wolkig, um die Sonne in vollem Ausmaße geniessen zu können. Aber immerhin wurden wir von einem grandiosen Blick auf den Fuji belohnt, der seinen schneebedeckten Gipfel in ein zartes rosa tauchte.

Mount Fuji im Morgenlicht

Fuji im Morgenlicht des jungen Tages

Die Rückfahrt nach Hause gestaltete sich schwieriger als gedacht. Ging es auf dem Hinweg einfach und rasant, war der Rückweg von starkem, kalten Gegenwind geprägt. Wir erreichten unser trautes Heim dann gegen 7:30 morgens. Also einer Zeit zu der es, um es mal mit einem (leicht abgewandelten) Zitat zu sagen: Während Villariba (Tokio) schon schläft, wird in Villabajo (Deutschland) noch gefeiert. Denn meine Familie hatte da noch eine halbe Stunde, bis das neue Jahr auch in Deutschland begann.

Ich freue mich auf Kommentare!