„Olle Kamellen Reloaded“: Es gibt wohl Bier auf Hawaii

Passend zu Sommer, Sonne, Strand und mehr, gibt es einen kurzen Bericht über einen weiteren Betriebsausflug.
Nachdem ich schon von unserem Ausflug nach Vancouver/Kanada aus dem Jahre 2015 berichtet habe, gehe ich in folgendem Beitrag ins Jahr 2011 zurück.

Die Hawaii-anischen Inseln im Pazifik.

Das Highlight des Herbstes war sicherlich der Betriebsausflug nach Hawaii. Zum 30jährigen Jubiläum der Firma war für den Mai 2011 ein Ausflug nach Hawaii geplant. Dieser kam aufgrund des Erdbebens nicht zustande. Nachdem alle davon ausgingen, dass der Ausflug ganz gestrichen ist, waren wir sehr überrascht, als es hieß, der Trip nach Hawaii würde im November nachgeholt. Fünf Tage, drei Nächte in Honolulu. Und das zu einer Zeit, wo es in Tokio schon kühler wird.

Nach einem halben Tag arbeiten machte ich mich also auf den Weg zum Flughafen, wo schon ein Teil unserer Reisegruppe wartete. Der Flug ging gegen Abend und sollte sechs Stunden dauern. Und diese sechs Stunden bedeuteten eine Reise in die Vergangenheit. Denn angekommen sind wir am Morgen des gleichen Tages. Ich habe also ein und denselben Tag zweimal erlebt. Ein etwas komisches Erlebnis. Zumal man dauert nachrechnen muss, wie spät es denn nun in Japan ist. Nicht so einfach bei 18 Stunden Zeitdifferenz.
 

Waikiki-Beach mit dem Vulkankegel des „Diamond Head“

In Hawaii angekommen warteten wir zunächst auf unseren Transfer zum Hotel. Gegen Mittag dort angekommen, war es jedoch noch nicht möglich einzuchecken, so dass mein Kollege Yabumoto-san und ich uns auf den Weg machten, Waikiki und Honolulu Downtown zu erkunden. Und das bei angenehmen 30°C und Sonnenschein.
 

Im Stadtzentrum von Honolulu

Die Statue König Kamehameha I.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Delfine. Mehr oder weniger vom Boss genötigt, nahmen wir an einem Ausflug zum Sea Life Center von Hawaii teil, inklusive Schwimmen mit Delfinen. Zunächst war ich skeptisch, da ich als Biologe solche Shows eigentlich nicht gut heißen kann. Aber Spaß gemacht hat es doch. Und wie. Außerdem konnte man viel über diese faszinierenden Tiere lernen.
 

Entlang der Küste zum Aquarium.

Ein Aquarium mit einem grandiosen Ausblick auf das Meer.

Definitiv meine Lieblingsmeeresbewohner.

Der dritte Tag stand unter einem geschichtlichen Stern. Yabumoto-san und ich machten uns auf den Weg nach Pearl Harbor, zur dortigen Gedenkstätte. Zunächst bestiegen wir den Linienbus in Richtung Pearl Harbor.
 

Eingang zum Besucher-Zentrum in Pearl Harbor.

Das Schlachtschiff „Missouri“ in Pearl Harbor.

Dort angekommen, gingen wir in das Besucherzentrum und bekamen Karten für die Besichtigung der Gedenkstätte des Schlachtschiffes „Arizona“. Da wir noch ein wenig Zeit hatten schauten wir uns die Ausstellung zu den Abläufen rund um Pearl Harbor an. Bevor wir mit dem Hafen-Tender zur Gedenkstätte gebracht wurden, sahen wir einen Film über die Ereignisse des 7. Dezembers 1941.
 

Gedenkstätte über dem gesunkenen Wrack der „Arizona“.

Liste der Gefallenen in der Gedenkstätte der „Arizona“.

Die Gedenkstätte selbst ist über dem Wrack der „Arizona“ erbaut, indem noch die sterblichen Überreste der 1177 auf diesem Schiff gefallenen Soldaten liegen. Eine sehr bedrückende Atmosphäre. Speziell auch, wenn man vereinzelt Öltropfen an die Oberfläche steigen sieht.
 

Teile der „Arizona“ liegen nur knapp unter der Wasseroberfläche…

… während andere Teile über die Wasseroberfläche herausragen.

Und von Zeit zu Zeit trudeln kleine Öltropfen zur Oberfläche.

Obwohl sehr viele Japaner Hawaii besuchen, so viele, dass man in Waikiki oder anderen Touristenattraktionen nur mit Japanisch gut auskommen kann, waren in Pearl Harbor nahezu keine Japaner zu sehen.
Die meisten Japaner tummeln sich in den Shopping-Tempeln von Honolulu. Insbesondere, da der Yen gerade sehr stark gegenüber dem Dollar ist. Man also für wenige Yen viele Dollar kriegt.
 

Tropisches Idyll unter Palmen.

Nach der Rückkehr von Pearl Harbor nach Waikiki nahm ich meine Schwimmklamotten und ging am Waikiki Beach schwimmen. Der Traum vieler, ich habe ihn verwirklicht. Warmes Wasser, angenehme Wellen, viele Surfer… Einfach traumhaft.
 

Der berühmte Strand von Waikiki.

Longboards im Kuhio-Beach-Park in Waikiki.

Statue des hawaii-anischen Nationalhelden Duke Paoa Kahinu Mokoe Hulikohola Kahanamoku oder auch „The Big Kahuna“ genannt.

Der Abend dieses Tages war reserviert für das gemeinschaftliche Firmendinner zum 30jährigen Jubiläum. Eine Mischung aus hawaiianischem und japanischem Essen mit Unterhaltung durch eine Hula-Tänzerin. Und Bier.

Gala-Dinner in gemütlichen Ambiente.

Leider ging es am nächsten Morgen schon wieder zurück ins kalte Japan.
Alles in allem war es jedoch ein sehr schöner Ausflug. Und bestimmt nicht mein letzter Besuch auf Hawaii.

Ich freue mich auf Kommentare!