Sommeraktivitäten in Tokio – Erster Teil

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Der Sommer in Tokio
Sommeraktivitäten brauchen gutes Wetter. Ein Artikel in der „Japan Times“ über die geringen Regenmengen in der diesjährigen Regenzeit schien selbige motiviert zu haben, zum Ende hin noch einmal alles zu geben. Und so verlängerte sich die Regenzeit fast bis hinein in den August. Auch wenn es nicht ununterbrochen geregnet hat, waren doch einige „Hanabis“, die traditionellen Feuerwerke betroffen.

Unseren Aktivitäten stand der Regend glücklicherweise nicht im Wege.
So begann unser Sommer mit einem Besuch auf der Insel der Meeresglühwürmchen (siehe vorherigen Blog).

Kultur und Feuerwerke
Nach diesem guten Start in den Sommer folgten wir der Einladung einer Bekannten von Anna in ein klassisches Konzert des Ricoh Philharmonic Orchestra in der Minato Mirai Hall in Yokohama. Annas Bekannte spielt in diesem Amateur-Orchestra Geige und war hocherfreut, als wir zusagten, uns das Konzert mit Stücken von Rossini, Beethoven und Schubert anzuschauen. Schätzungsweise 1500 Menschen lauschten den Klängen im großen Konzertsaal der Minato Mirai Hall. Nach gut zwei Stunden Konzert inklusive zweier kurzer Zugaben, verbrachten wir den restlichen Tag mit einem Bummel durch Minato Mirai.

Konzert des RICOH Philharmonic Orchestra in der Minato Mirai Hall in Yokohama.

Als nächstes Highlight standen die Hanabis in Koto und Edogawa auf dem Programm.
Das Feuerwerk in Koto-ku fand in diesem Jahr an einem Montag statt. Nach einem normalen Arbeitstag gingen wir die paar Meter hinüber zum Flussufer, um dem Feuerwerk auf der anderen Flussseite zuzuschauen. Auch wenn kurz vor dem Feuerwerk dunkle Wolken aufzogen und es in der Ferne gefährlich wetterleuchtete, konnten wir das gut einstündige Feuerwerk ohne Störungen genießen. Umso mehr, da Anna und ihre Freundin Claire leckere Maki-Rollen vorbereitet hatten.


Das Edogawa-Hanabi ist gegenüber dem Koto-Hanabi von einem ganz anderen Kaliber. Nicht nur dauert es länger, auch kommen hier wesentlich mehr Menschen. Berichte reichen bis zu einer Million Zuschauer. Besonders aber ist die Lage am sehr breiten Flussufer. Sie erlaubt das Abschießen besonders großer und spektakulärer Feuerwerke. Wie in jedem Jahr sind wir auch diesmal mit dem Rad zum Feuerwerk gefahren, haben uns einen Platz in der schier unendlichen Menschenmenge gesucht und haben uns, ganz japanisch, mit Snacks und Drinks auf unsere Plane gesetzt und dem Spektakel zugeschaut.

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Edogawa-Hanabi.

In diesem Jahr gab es ein paar neue Feuerwerke zu betrachten: Zum einen eines, das an einen Schneekristall erinnert, zum anderen eines in vier Farben, die kurz vor dem Erlöschen noch einmal kurz von oben nach unten aufleuchten. Das Edogawa-Hanabi war auch in diesem Jahr die anstrengende Radfahrt durch die schwül-heiße Abendluft wert.

 

Annas Ikebana Workshop
Ein besonderes persönliches Ereignis war Annas erster Ikebana-Workshop in Japan! Im r_café, einer kleinen Galerie, gab Anna einen Ikebana-Workshop, während unser Freund Susumu dort seine Töpfereien ausstellte und einen Töpferworkshop abhielt.

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Die Galerie r_café in Shinjuku.

Aber Anna kann das besser selber erzählen. Also einfach hier klicken! 

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Ikebana-sensei Anna vor ihren Arrangements.

 

Das CITYNET Wiedersehen  
Doch neben all dem kulturellen kam natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. Genügend davon gab es bei einem Wiedertreffen mit Freunden von CITYNET Youth, die sich gut sechs Jahre nicht gesehen haben, da sie von Finnland über Vietnam und die Philippinen bis nach Japan verstreut waren. Bei vielen Geschichten und lustigen Anekdoten verbrachten wir einen lustigen Abend in einer Tapas-Bar in Omotesando.

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Wiedersehen nach langer Zeit.

Im zweiten Teil der „Sommeraktivitäten in Tokio“ geht es nach „Deutschland“, ins heiße Wasser und ins rote Rennboot.

 

 

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